Kein Lied kann es zweimal geben (2019)

musikalische Performance, Liedheft


„Kein Lied kann es zweimal geben“ ist eine musikalische Performance, die beispielhaft an einem Song einer populären Identitätsrockband u.a. konservative, nationale und ausgrenzende Tendenzen in der Popmusik thematisiert. Zugleich wird versucht einen möglichen kreativen Umgang damit aufzuzeigen.

Begleitend zum „Liedabend“ gibt es für jeden Zuschauer ein kostenloses Liedheft mit allen Lyrics, sowie kurzen Essays.


Popmusik und Nationalisierung.
Lass uns nicht über Frei.Wild reden.
Lass uns nicht über Helene Fischer reden.
»When I go forwards, you go backwards
And somewhere we will meet
Ha, ha, ha«
(Radiohead »Electioneering«)
Wir trefen uns in der Mitte.
Die Mitte wird bewacht von der Unsicherheit.
Große Jungs weinen nicht.
Auch nicht wenn in der ersten Strophe des Deutschlandliedes
der CD-Player springt, wie neulich bei einem AfD-Trefen in Bayern. Ein bisschen Schadenfreude gönne ich mir.
Wer hört heute noch CDs?
Wer hört heute noch Popmusik?
So lange Stimmungs-Apps noch keinen Aggro-Modus haben, braucht es scheinbar weiterhin aggressive Lieder
mit Texten unterhalb der deutschen Gürtellinie.
Oder einfach nur Lieder, die den Status Quo feiern.
»Einer von 80Millionen«
Deutschland bestätigt sich selbst.
Und Pop?
Und du?
Und ich?

Dazu gibt es ein Lied. Immer und immer wieder.


Es spielen: Tommy Neuwirth, Spätkauf Pakila
Dramaturgische Beratung: Thorben Meißner
Musikalische Hilfe „Orgelversion“: Maria Löschner
Musikalische Beiträge: Ruben D‘Hers & Spätkauf Pakila

Premiere
20.05.2019 im Trafo Jena
in einer ersten Besetzung mit Steve Kußin, Denis Połeć & Fanny Josefine Dehnkamp

weitere Aufführungen:
03.08.2019 Kurztheaterspektakel Jena
12.10.2019 Frau Korte Erfurt


Das Liedheft enthält Überschreibungen und Texte von:
Jurate Braginaite
Tomas Cabi
Lasse Eskold 
Nehmen
Cindy Fiorese
Michael Fischer
Kenneth Hujer
Steve Kußin
Tommy Neuwirth
Ralf Petersen
Hannah E. Schlüter
Spätkauf Pakila
Florence von der Weth